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The institute runs different third-party funded applied research projects on the relationship between economics, administration, law, and gender. The following pages give an overview of completed projects. 


Arbeitslose ohne Leistungsansprüche: Analyse von Hintergründen, sozialer Situation und der Dynamik im Lebenslauf / Unemployed without benefits: An analysis of social background and life course dynamics

Project Management: Sigrid Betzelt
Project Team: Mareike Ebach
Funded by: Hans-Böckler-Stiftung, Zukunft des Wohlfahrtstaates
Duration: October 2014 until September 2016

Das Projekt zielt auf die empirische Untersuchung der Gruppe der Nichtleistungsbeziehenden, also Arbeitsloser, die weder Anspruch auf Arbeitslosengeld I nach Sozialgesetzbuch III (SGB III), noch auf Grundsicherungsleistungen nach SGB II haben. Aktuell sind dies in Deutschland fast eine Viertel¬million Menschen oder ein Viertel aller SGB III-Arbeitslosen, darunter besonders viele ältere Frauen.

Die Problematik Arbeitsloser ohne Leistungsbezug ist nicht völlig neu, hat sich aber mit den Hartz-Reformen verschärft. Sie ergab sich vor ‚Hartz IV’, wenn Personen aufgrund diskontinuierlicher Erwerbsbiografien keine Ansprüche in der Arbeitslosenversicherung aufbauen konnten und sie mangels Bedürftigkeit auch keine Arbeitslosen- oder Sozialhilfe erhielten. Mit den Hartz-Reformen gingen der Wegfall der Arbeitslosenhilfe, verengte Zugangsbedingungen für Versicherungsleistungen und die vollständige Anrechnung von Partnereinkommen bei der Bedürftigkeitsprüfung für Arbeitslosengeld II einher. Dies hatte zur Folge, dass besonders für Personen in Paar-Haushalten (und hier vor allem für Frauen) der Zugang zu Sozialleistungen und sozialer Absicherung erschwert wurde. Zudem entstanden zwischen SGB II und SGB III neue Schnittstellenprobleme. Die Zuordnung zu den Rechtskreisen variiert je nach materieller Lage des Haushalts, insbesondere dem Erwerbsstatus des Partners/der Partnerin.

Zunächst zielt das Projekt auf eine systematische Aufarbeitung der komplexen Hintergründe der Entstehung von Arbeitslosigkeit ohne Leistungsanspruch. Welche Varianten der Arbeitslosigkeit ohne Leistungsanspruch gibt es, welche Rolle spielen verschiedene Einkommensarten einschließlich Sozialtransfers, Rentenansprüchen sowie von Vermögen wie selbst genutztem Wohnraum für die sozialrechtliche Nichthilfebedürftigkeit nach SGB II? Auf dieser Basis wird das Phänomen Nichtleistungsbezug in seiner Vielfalt und Dynamik (Übergänge aus Nicht-/Erwerbsstatus) unter Einbezug der privaten Haushaltskontexte untersucht. Wie häufig und welcher Art sind Zu- und Abgänge in / aus dem Status Nichtleistungsbezug? Wohin finden diese Statusübergänge statt und welche Einflussgrößen gibt es? Gibt es typische Erwerbsverlaufsmuster? Wie wird der Status und seine Entstehung sowie die Aktivierungspraxis der Bundesagentur von den Personen subjektiv erlebt und welche individuellen Handlungsstrategien finden sich?

Das Projekt verfolgt ein mixed-methods design quantitativer und qualitativer Methoden:
1. Auf Basis des Haushalts-Panels PASS des IAB Nürnberg werden komplexe, detaillierte Quer- und Längsschnittanalysen der Gruppe der Nichtleistungsbeziehenden der Wellen 2006-12 und ihres Haushaltskontexts durchgeführt (gepoolte Querschnittanalysen; deskriptive Sequenzanalysen der Erwerbsverläufe; multivariate Panelanalysen sowie Ereignisanalysen der Statusübergänge).
2. Biografische, problemzentrierte Interviews mit Nichtleistungsbeziehenden (NLB) zielen auf ein tieferes Verständnis der individuellen Hintergründe des Nichtleistungsbezugs, der Erwerbsverläufe und (Paar-)Konstellationen im Haushaltskontext und der Handlungsstrategien. Dabei dient die Typisierung von NLB auf Basis der quantitativen und der institutionellen Analysen als Grundlage für die Samplebildung. Ergänzend werden Expert/inn/engespräche mit relevanten AkteurInnen im Feld geführt.


Flexible Arbeitsmodelle für Führungskräfte - Forschungskooperation und Netzwerktätigkeit im Dialog von Wissenschaft und Praxis / Flexible Work Time Models in Leadership - Research and Networking in Academics and Practice

Joint Project Management: Monika Huesmann
Project Partner: EAF Berlin | Europäische Akademie für Frauen in Politik und Wirtschaft Berlin e.V.
Project Team: Marc Gärtner
Funded by: Bundesministerium für Bildung und Forschung: Frauen an die Spitze
Duration: May 2015 until June 2016

Der Stand der Wissenschaft wird aus verschiedenen Fachgebieten wie Gender Studies, der BWL und VWL zusammengetragen und aufgearbeitet. Auf dieser Basis kann ein auf die unternehmerische/organisationale Praxis angepasster Wissenschafts-Praxis-Transfer erarbeitet werden.

In einem zweiten Schritt werden im Rahmen von Workshops mit Führungskräften aus Unternehmen und Forschungsorganisationen der Stand der Erkenntnisse über Erfolgsfaktoren und Risiken, Chancen und Probleme von flexiblen Arbeitszeitmodellen vermittelt. Im Dialog werden Erfahrungen und Kenntnisse aus der Praxis systematisch zusammengetragen, wobei die Verzahnung von Wissenschaft und Praxis durch die gemeinsame Durchführung der Workshops mit Expert/innen der EAF und der HWR gewährleistet wird. Die Auswertung der Workshops erfolgt dann in einem geregelten Feedback-Prozess, so dass auch hier die enge Verzahnung von Wissenschaft und Praxis nachhaltig gewährleistet wird.

Aus den Erkenntnissen werden Fachpublikationen und Vorträge erstellt, so dass das Thema in der wissenschaftlichen Diskussion präsenter werden kann. Auf der einen Seite können diese Erkenntnisse die Fachdebatte im Rahmen des Diversity Management bereichern, da hier gerade die Verschränkung der Erkenntnisse und Erfahrungen aus der Praxis mit wissenschaftlichen Analysen von Interesse sind. Auf deranderen Seite werden Flexibilisierungsmodelle in der BWL sowohl im Rahmen von strategischen Herausforderungen wie demografischem Wandel und Fachkräftemangel als auch im Rahmen eines zukunftsorientierten Personalmanagements in Bezug auf Wertewandel und Internationalisierung von Arbeitskräften diskutiert und bewertet.

Fachkonferenz "Flexibles Arbeiten in Führung" am 17. März 2016 in der Kalkscheune in Berlin.


Frauen in Aufsichtsräten / Women on Corporate Boards

Project Supervision: Friederike Maier
Project Management: Andrea-Hilla Carl, Karin Reichel
Funded by: Berliner Programm zur Förderung der Chancengleichheit von Frauen in Forschung und Lehre der Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen
Duration: June 2012 until December 2015

Eine möglichst vielfältige Zusammensetzung der Aufsichtsräte gilt neben der richtigen Qualifikation der MandatsträgerInnen und der Beschränkung der Mandate als Baustein für eine möglichst effektive Arbeit. In Deutschland besteht noch in allen Bereichen erheblicher Nachholbedarf. Trotz freiwilliger Selbstverpflichtung und zahlreicher Maßnahmen zur Frauenförderung liegt der Frauenanteil in den Aufsichtsräten der börsennotierten Unternehmen (DAX, MDAX, SDAX und TecDAX) nach den Zahlen des Women-on-Board-Indexes (FidAR e.V. 2012) bei 14% – davon sind 8% Arbeitnehmervertreterinnen und 6% Vertreterinnen der Anteilseignerseite.

Das oft gehörte Argument, es gäbe zu wenige für diese Funktionen qualifizierte Frauen, soll mit dem maßgeschneiderten Weiterbildungsprogramm entkräftet werden. Es soll aber keinesfalls signalisiert werden, dass nur Frauen eine entsprechende Qualifizierung benötigen. Die Regierungskommission für gute Unternehmensführung (Deutscher Corporate Governance Kodex) hat bereits 2010 – auch vor dem Hintergrund vieler Bilanz- und Korruptionsskandale – eine Empfehlung zur Weiterbildung für alle ausgesprochen, die Mandatsträger_innen sind oder werden wollen. Frauen werden von den Anbietern einschlägiger Qualifizierungsangebote aber bisher nicht als Zielgruppe betrachtet – diese (Markt-)Lücke soll geschlossen werden.

Bis Ende 2015 wurde ein Weiterbildungsprogramm für Frauen, die bereits in Aufsichtsräten tätig sind oder die ein solches Mandat übernehmen wollen, entwickelt und zwei Mal erprobt. Die Weiterbildung vermittelt fundierte theoretische und praxisbezogene Inhalte für eine Positon in einem Aufsichtsgremium. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf den strategischen Kompetenzen, damit sich Frauen zunächst in den Nominierungs- und später in den Entscheidungsprozessen gleichberechtigt durchsetzen können. Zielgruppe sind sowohl (potentielle) Mandatsträgerinnen aus dem privaten und dem öffentlichen Sektor sowie Vertreterinnen der Anteilseigner_innen und der Arbeitnehmer_innen. Neben sechs inhaltlichen Wochenendmodulen (Freitagnachmittag und -abend sowie Samstag ganztägig) dient ein flankierendes Coachingangebot der Entwicklung einer jeweils maßgeschneiderten individuellen Strategie zur Erreichung der persönlichen Ziele.

Die Weiterbildung wird nach 2014, 2015 auch in 2016 wieder angeboten - und findet in den Räumen der HWR Berlin am IWB/BPS  statt.

Realized by:
IWB Institut für Weiterbildung Berlin/BPS Berlin Professional School der HWR Berlin - contact: Prof. Dr. Karin Reichel

Cooperation Partner:
Harriet Taylor Mill Institute at HWR Berlin - contact: Dr. Andrea-Hilla Carl

Further information: Project Website


Genderkompetenz für Hochschulräte (GeKo HR) – Durchsetzung von Chancengerechtigkeit für Frauen an Hochschulen durch Kompetenzentwicklung für Hochschulräte / Gender Expertise for University Councils - Establishing Equal Opportunities for Women in Universities through Skill Development for University Councils

Project Supervision: Marianne Egger de Campo
Project Management: Karin Hildebrandt, Jochen Geppert
Funded by: Bundesministerium für Bildung und Forschung
Duration: July 2015 until June 2016

Das Projekt GeKo HR zielt darauf ab, Mitglieder von Hochschulräten als Akteure für den gleichstellungsorientierten Wandel an Hochschulen zu gewinnen. Trotz großer Unterschiede bei den Kompetenzen und den Aufgabenbereichen in den einzelnen Ländern, kommt dem Gremium Hochschulrat/Kuratorium aufgrund seines Einflusses auf strategische Entscheidungen der Hochschule große Bedeutung für die Entwicklung der Chancengerechtigkeit von Frauen an Hochschulen zu. Bisher ist dieses relativ neue Leitungsgremium in Hochschulen als Akteur und Multiplikator von Gleichstellungspolitik vernachlässigt worden. Das Projekt wird erstmalig ein eintägiges Vernetzungs- und  Kompetenzbildungstreffen zum Thema Gender-Kompetenz für Hochschulräte organisieren und an der HWR durchführen. Die Gender-Kompetenz wird durch eine praxisorientierte und zielgruppenspezifische Aufbereitung und Vermittlung von Gleichstellungswissen zu einzelnen, ausgewählten Aufgabenbereichen von Hochschulräten, wie z.B. bei der Beteiligung an Struktur- und Entwicklungsplänen vermittelt werden.

Bei der derzeit bestehenden Austauschplattform für Hochschulräte - dem Forum Hochschulräte des Stifterverbandes - spielen Gender-Aspekte kaum eine Rolle. Aus diesem Grund füllt dieses Vorhaben eine bestehende Lücke, in dem es Hochschulräte (externe, interne) fit macht im Bereich Gleichstellung. Sie werden damit zu kompetenten Partnern und Partnerinnen bei der Durchsetzung von Chancengerechtigkeit an Hochschulen. Kompetenzentwicklung für Mitglieder von Hochschulräten bedeutet, nicht bei einem angeblichen Defizit von Frauen im Hochschulbereich anzusetzen, sondern bei denen, die Strukturen von Hochschulen entscheidend mitprägen und oft gleichstellungsblind handeln, in diesem Fall: die Hochschulräte/Kuratorien. Eine erfolgreiche Gleichstellungspolitik an Hochschulen braucht viele Akteure und Akteurinnen, die sich für die Gleichstellung der Geschlechter kompetent einsetzen, insbesondere die Leitungsorgane. Neue Organe dürfen dabei nicht vergessen werden.
Nach Abschluss des Vorhabens werden eine Handreichung und  „fact sheets” an die Vorsitzenden der Hochschulräte aller Hochschulen in allen Bundesländern zur Verteilung an die Mitglieder der Hochschulräte versendet.

Ebenso werden die Präsidentinnen bzw. Präsidenten (Rektorinnen, Rektoren) der Hochschulen per Mail über das durchgeführte Vorhaben und die dabei entwickelten Produkte informiert und gebeten, entsprechende Informationskanäle ihrer Hochschule, wie z.B. Hochschulzeitungen oder Newsletter zur Verbreitung der Informationen zu nutzen. Dafür werden Textbausteine geliefert, die die Grundinformationen und Ergebnisse des Vorhabens darstellen und von den Hochschulen zeitsparend zur Darstellung eigener Aktivitäten genutzt, aber auch verändert werden können.

Zusätzlich werden die Zentralen Gleichstellungsbeauftragten der Hochschulen als wichtige Gleichstellungsakteurinnen per Mail über das durchgeführte Vorhaben informiert und um Mithilfe bei der Verbreitung der Produkte gebeten, z.B. durch einen Hinweis auf die „fact sheets” auf den Seiten der Gleichstellungsbeauftragten sowie über eine Informationsemail. Zudem werden für Verbreitung der Ergebnisse des Projekts GeKo HR auch die Informationskanäle des Forums Hochschulräte des Stifterverbandes genutzt.

Further information: Project Website


Ökonomische Eigenständigkeit von Frauen und Männern fördern - durch Einsatz von Gleichbehandlungs-Check (gb-check) / Promoting Economic Autonomy of Women and Men - the Equal Treatment Check

Joint Project Supervision: Friederike Maier
Project Managment at HTMI: Andrea-Hilla Carl, Andrea Jochmann-Döll, Karin Tondorf
Project Partner: Antidiskriminierungsstelle des Bundes
Funded by: EU Kommission, GD für Justiz, Verbraucher und Gleichstellung
Duration: January 2016 until August 2017

Im Projekt „Ökonomische Eigenständigkeit von Frauen und Männern fördern – durch Einsatz von Gleichbehandlungs-Check (gb-check)“ liegt der Fokus auf diskriminierungsfreien Beschäftigungs- und Arbeitsbedingungen für Frauen und Männer. Geschlechtsspezifische Beschäftigungs- und Arbeitsbedingungen haben großen Einfluss auf die Lebens- und Arbeitssituation von Frauen und die Praxis zeigt: viele Frauen in Deutschland sind vom Ziel der ökonomischen Unabhängigkeit weit entfernt. Die Gleichbehandlung der Geschlechter im Arbeitsleben kann einen Beitrag dazu leisten, diese ökonomische Unabhängigkeit von Frauen sicher zu stellen.

Um diskriminierende Personalentscheidungen in den Bereichen Stellenausschreibung, Stellenbesetzung, Beschäftigungsbedingungen, Weiterbildung, beruflicher Aufstieg, Leistungsbeurteilung und Arbeitszeitgestaltung sichtbar zu machen, wird ein wissenschaftlich gestütztes Analyseinstrument entwickelt, der sogenannte Gleichbehandlungs-Check (gb-check). Der „gb-check“ soll es Unternehmen und betrieblichen Akteur_innen ermöglichen, die Gleichbehandlung der Geschlechter im Bereich der Beschäftigungs- und Arbeitsbedingungen zu prüfen und potenzielle Ungleichbehandlungen aufzudecken. Arbeitgeber_innen werden so für das Thema Diskriminierung sensibilisiert. Defizite werden erkannt und  Spielräume für mehr Chancengleichheit können aufgezeigt werden, um entsprechende Reaktionen überhaupt erst zu ermögichen.

Zur Beteiligung verschiedener Interessensgruppen sind im Projekt drei Runde Tische geplant. Der erste Runde Tisch wird Anfang Mai stattfinden und richtet sich an Vertreter_innen von Gewerkschaften und Arbeitgeberverbänden sowie Gleichstellungsbeauftragte und Mitglieder von Betriebs- und Personalräten aus interessierten Unternehmen und Institutionen.

Im Anschluss an die Entwicklung des Analyseinstruments sollen ab Juli 2016 bis zu zehn Unternehmen den „gb-check“ in einer Pilotphase testen und so die Gleichbehandlung der Geschlechter im Hinblick auf die Arbeitsbedingungen in ihrem Unternehmen prüfen. Im Anschluss an die Durchführung der Prüfung werden die Unternehmen von der ADS mit einem Zertifikat für ihre Teilnahme ausgezeichnet.

Die Evaluation des Pilotprojekts kann dazu beitragen, eventuelle Schwachstellen des Prüfinstruments zu identifizieren und zu beheben. Abschließend wird das Prüfinstrument der interessierten Öffentlichkeit auf einer Internetseite zugänglich gemacht, sodass in Zukunft Unternehmen die Prüfung der Gleichbehandlung der Geschlechter mit Hilfe eines Tutorials auch eigenständig durchführen können. Darüber hinaus werden die Erfahrungen aus der Pilotphase in einem Abschlussbericht zusammengefasst.

Das Projekt wird als Kooperationsprojekt von der Antidiskriminierungsstelle des Bundes mit dem Harriet Taylor Mill-Institut der HWR Berlin gemiensam durchgeführt. Unternehmen oder Institutionen die Interesse haben an der Pilotphase oder dem ersten Runden Tisch teilzunehmen oder sich genauer über das Projekt informieren wollen, können sich wenden an:

Andrea-Hilla Carl (This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it., HTMI der HWR Berlin

Charlotte Kastner (This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.), Antidiskriminierungsstelle des Bundes


GLEPA - Gleichgeschlechtliche Lebensweisen und Pflege im Alter - Unterstützung von Vielfalt und Individualität in der Pflege / GLEPA - Same-Sex Ways of Living and Care in Old Age - Supporting Diversity and Individuality in Care

Joint Project Management: Claudia Gather
Project Team: Ralf Lohmann (ASH)
Funded by: Institut für angewandte Forschung (IFAF Berlin) 
Duration: June 2015 until June 2017

Lesben, Schwule, Bisexuell, Trans* und Intersex*Menschen (LSBTI) sind im besonderen Maße mit der Problematik konfrontiert, im Falle von Pflegebedürftigkeit, keine zufriedenstellende Pflege und Betreuung zu erhalten und eine Pflegeberatung und Serviceangebote später als etwa Heterosexuelle in Anspruch zu nehmen. Nicht selten werden ihre Lebensgeschichten und Identitäten – auch aufgrund von (manifesten) homophoben und transphoben Einstellungen und Vorbehalten des Pflegepersonals – in Regeldiensten ignoriert oder übergangen. Diskriminierungserfahrungen mit Pflegediensten werden in diesem Personenkreis nicht selten berichtet. Es fehlt an einer Schulung des Pflegepersonals hinsichtlich der Förderung von Selbstbestimmung und Individualität von pflegebedürftigen LSBTI-Erwachsenen; Qualitätssiegel zur Verbesserung der Pflege- und Lebensqualität von LSBTI-Erwachsenen in der offenen und stationären Altenhilfe gibt es nicht. Zur Gewährleistung der Selbstbestimmung und Identität im Alter und in Abhängigkeit von Dritten, entstehen Wohnprojekte der LSBTI-Community für das Alter(n). Wie diese Erfahrungen auf Regeldienste der Altenhilfe übertragen werden können, wie ein Zertifizierungsverfahren in der ambulanten und stationären Altenpflege die Pflege gestaltet und eine biografiesensible Pflege (generell) gefördert werden können, will GLEPA untersuchen. Ein LSBTI-Qualitätssiegel zur Förderung von Selbstbestimmung und Individualität im Alter soll entwickelt und damit ein konkreter Beitrag für eine biografie- und milieusensible Pflege – nicht nur für LSBTIErwachsene – geleistet werden.


FapP – Berliner Forum ambulanter privater Pflegedienste – Unternehmerische Akteure im Gesundheitssektor zwischen Wirtschaftlichkeit und guter Pflege / FapP - Berlin Forum of outpatient private care services - Entrepreneurial Players in the Health Sector between Economic Efficiency and Good Care

Joint Project Management: Claudia Gather
Project Team: Lena Schürmann (ASH), Susan Ulbricht, Heinz Zipprian
Project Partner: AnbieterVerband qualitätsorientierter Gesundheitspflegeeinrichtungen e.V. (AVG), Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa), WeiberWirtschaft eG
Funded by: Institut für angewandte Forschung (IFAF Berlin)
Duration: Juli 2015 bis Juni 2017

Bundesweit werden ca. 600 000 pflegebedürftige Menschen in ihrer häuslichen Umgebung von am­bulanten Pflegediensten betreut (Stand 2013). Über 12 000 Pflegedienste, von denen sich knapp zwei Drittel in privater Hand befinden, sind dafür täglich im Einsatz. Mehr als die Hälfte der privaten Dienst­anbieter sind Kleinbetriebe mit maximal zehn Beschäftigten. Während Forschung und politischer Dis­kurs sich vor allem mit den politisch eminenten Fragen zu Pflegequalität und -finanzierung befassen, ist über diesen Bereich privater Pflegedienste nur wenig bekannt. Zwar kann man vermuten, dass die starke Orientierung am Fürsorge-Ethos ganzheitlicher Pflege nicht selten mit den Anforderungen einer kostendeckenden Unternehmensführung in Konflikt gerät, gleichwohl ist das empirisch fundierte Wissen über Unternehmensstrukturen, Geschäftsstrategien und Marktchancen begrenzt.

Das Projekt soll zur grundlegenden Verbesserung des Wissens über den privaten ambulanten Pfle­gebereich und seine strukturellen Probleme beitragen. Im Zentrum steht deshalb die Frage, welche betrieblichen Strategien sich angesichts der komplexen Anforderungsstruktur als gleichermaßen ethisch und wirtschaftlich erfolgreich erweisen. Die Arbeiten konzentrieren sich auf Berlin als bevölke­rungsreiche großstädtische Region, zumal hier der Anteil der privaten Unternehmen an allen ambu­lanten Pflegediensten mit 75,4 % deutlich über dem Bundesdurchschnitt (63,9 %) liegt.

In Form einer Mehrebenenanalyse sind im Anschluss an eine Vorbereitungsphase folgende Untersu­chungsschritte geplant:

  • Sekundäranalyse verfügbarer quantitativer Daten
  • vier exemplarische Betriebsfallstudien
  • Durchführung und Auswertung von ca. zehn feldbezogenen „Experteninterviews“
  • Gruppendiskussion mit Beschäftigten privater Dienstanbieter (zur Erfassung und Auswertung der Mitarbeiterperspektive)
  • Online-Erhebung im Berliner Raum
  • Bild- und Dokumentenanalyse von Internetauftritten

Neben der Publikation der Forschungsergebnisse zielt das Projekt darauf ab, ein landesweites Forum für ambulante private Pflegedienste einzurichten, um dort mit den relevanten Akteuren die Besonderhei­ten und Probleme kleiner privater Pflegedienste zu erörtern und gemeinsam Lösungsvorschläge zu erarbeiten, die zur Verbesserung der wirtschaftlichen Nachhaltigkeit der Unternehmen beitragen und damit indirekt auch die Qualität der Pflege sichern. Anknüpfend an die Identifizierung von verallgemeinerbaren Best Practice-Beispielen, sollen Beratungsmodule entwickelt werden, die den branchenspe­zifischen Betriebs- und Arbeitsstrukturen angemessen sind.


Arbeitsbedingungen in der Gebäudereinigung in öffentlichen Gebäuden. Vergaberichtlinien als wirksames Instrument zur Sicherung arbeits- und tarifrechtlicher Standards? / Working Conditions in Cleaning Services for Public Facilities. Public Procurement Directives as an efficient instrument to ensure standards of labour law and collective bargaining?

Project Management: Claudia Gather, Ute Gerhard, Bundesvorstand der IG BAU
Project Team: Lena Schürmann
Funded by: Hans-Böckler-Stiftung
Duration: February 2003 until August 2004


Europäische Beschäftigungsstrategie und Gender Mainstreaming / European Employment Strategy and Gender Mainstreaming

Project Management: Friederike Maier


Beschäftigung und Geschlechtergleichheit / Employment and Gender Equality

Project Management: Andrea-Hilla Carl, Friederike Maier
Funded by: Europäische Kommission 
Duration: 2009-2011

Project results can be found here: Gender Equality, Employment Policies and the Crisis in EU Member States.


Bloß keine Schulden? – Geschlechterdifferenzen in der Gründungsfinanzierung / Anything but Debt? Gender Differences in Start-up Financing

Project Supervision: Claudia Gather
Project Team: Ingrid Biermann, Lena Schürmann, Susan Ulbricht, Heinz Zipprian
Project Partner: Heiner Brockmann, Beuth Hochschule für Technik Berlin
Funded by: IFAF - Institut für angewandte Forschung Berlin e.V.
Duration: September 2010 until December 2011

Project Partners:


ChancenBildung / Opportunity Development

Project Supervision: Friederike Maier
Project Management: Christiane Krämer
Funded by: Berliner Programm zur Förderung von Frauen und Lehre (BCP)
Duration: January 2013 until December 2015


GLESA - Gleichgeschlechtliche Lebensweisen und Selbstbestimmung im Alter: milieusensibles und selbstbestimmtes Wohnen im Alter als Beitrag innovativer kommunaler Altenhilfe? / Same-Sex Ways of Living and Self-Determination in Old Age: Careful und self-determined living arrangements in old age as part of innovative municipal care?

Joint Project Supervision: María do Mar Castro Varela, Claudia Gather
Project Team: Ralf Lohmann, Yvonne Tietz
Project Office: Babelsberger Str. 14-16, 10715 Berlin; 030/30877-1501
Project Partner: Schwulenberatung gGmbH, Pflegedienst CuraDomo GmbH, Fachbereich für gleichgeschlechtliche Lebensweisen in der Landesstelle für Gleichbehandlung – gegen Diskriminierung (LADS)
Funded by: Institut für angewandte Forschung (IFAF Berlin) 
Duration: April 2013 until March 2015


Diskriminierungsfreie Hochschule / Non-discriminatory University

Project Supervision: Friederike Maier
Project Management: Christiane Krämer
Funded by: Programmlinie 8 der Ausbildungsoffensive Masterplan
Duration: February 2011 until January 2013


DIVTEC: Gestaltbare Technologien & Diversity im Berliner KMU-Sektor / Feasible Technology and & Diversity in Berlin-based SMEs

Project Management: Heike Wiesner
Project Team: Ina Tripp, Antje Ducki
Funded by: IFAF - Institut für angewandte Forschung Berlin e.V.
Duration: Januar 2011 bis Oktober 2012


Der Erfolg selbstständiger Frauen – Gründungsverläufe zwischen Familie und Ökonomie / The Success of Self-Employed Women  Founding Processes between Family and Economy

Project Supervision: Claudia Gather
Project Team: Ingrid Biermann, Lena Schürmann, Susan Ulbricht, Heinz Zipprian
Funded by: Bundesministerium für Bildung und Forschung
Duration: September 2011 bis März 2014


Fe|male SchülerInnen gestalten technologieunterstützte Lernszenarien / Students create technology-enhanced learning

Project Management: Heike Wiesner
Project Partner: Donau-Universität Krems
Funded by: Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung, Österreich


Geschlechterstereotype als Ursache persistenter Geschlechterdisparitäten - Potenziale der Familien- und Arbeitsmarktpolitik zur Durchsetzung von Chancengleichheit / Gender Stereotypes as a Cause of persistent Gender Disparities - Family and Labour Market Policies' Potential to establish Equal Opportunities

Joint Project Management: Miriam Beblo
Project Team: Denis Beninger
Project Partner: Europa Universität Viadrina Frankfurt/Oder
Funded by: Bundesministerium für Bildung und Forschung und Europäischer Regionalfond
Duration: October 2011 until September 2013


Verankerung von Genderaspekten in der Lehre / Gender Mainstreaming in Teaching

Project Supervision: Friederike Maier
Project Management: Christiane Krämer
Funded by: Berliner Programm zur Förderung der Chancengleichheit für Frauen in Forschung und Lehre
Duration: October 2008 until October 2011


Geschlechterungleichheiten im Betrieb. Arbeit, Entlohnung und Gleichstellung in der Privatwirtschaft (GIB) / Gender Disparities in Business. Labour, Wage and Equal Opportunities in Private Business

Project Team: Juliane Achatz, Prof. Dr. Miriam Beblo, Prof. Dr. Silke Bothfeld, Tatjana Fuchs, Dr. Hermann Gartner, Prof. Dr. Stefan Höyng, Sebastian Hübers, Dr. Susanne Kohaut, Dr. Christina Klenner, Prof. Dr. Gertraude Krell, Dr. Manuela Maschke, Sophie Rouault, Dr. Karin Tondorf, Dr. Elke Wiechmann, Prof. Dr. Elke Wolf, Dr. Astrid Ziegler 
Funded by: Hans-Böckler-Stiftung 
Duration: January 2007 until July 2009


Gründungsmotivation und -erfolg hoch qualifizierter Frauen / Launching Motivation and Success of highly qualified Women

Project Supervision: Claudia Gather
Project Management: Susan Ulbricht
Project Partner: WeiberWirtschaft eG
Funded by: Europäischer Sozialfonds (ESF)
Duration: July 2008 until December 2009


An inquiry into health and safety at work: a European Union perspective – HEALTH at WORK 

Project Team: 19 European partners, German section managed by Prof. Miriam Beblo, coordinated by Centre for European Labour Market Research (CELMR), University of Aberdeen Business School (UK)
Funded by: Europäische Kommission, 7. Rahmenprogramm (Health 2007 A)
Duration: August 2008 until August 2011


Quantifizierung der Lohndiskriminierung im Sinne des AGG: Welche Rolle spielen Alter, Geschlecht und Nationalität? / Quantifying Wage Discrimination: What role do age, gender and nationality play?

Project Management: Miriam Beblo (HWR Berlin), Elke Wolf (FH München)
Project Team: Clemens Ohlert
Funded by: Deutsche Forschungsgemeinschaft - Schwerpunktprogramm: Flexibilisierungspotenziale bei heterogenen Arbeitsmärkten
Duration: January 2009 until March 2011 


Ökonominnen und Ökonomen: Zum sozialen Wandel wirtschaftsbezogener wissenschaftlicher Disziplinen und Berufsfelder in Deutschland 1949-2000 / Female and Male Economists: Changing economic disciplines and professions in Germany 1949-2000

Project Team: Andrea-Hilla Carl, Friederike Maier, Dorothea Schmidt
Funded by: Deutsche Forschungsgemeinschaft - Schwerpunktprogramm: Professionalisierung, Organisation, Geschlecht
Duration: October 2002 until September 2004


Geschlechtsspezifische Segregation innerhalb von Unternehmen: Welchen Einfluss haben betriebliche Merkmale und Maßnahmen zur Förderung der Chancengleichheit? / Gender-specific Segregation in Business: What is the impact of business characteristics and equal opportunity measures?

Project Team: Miriam Beblo mit Wolfgang Franz (ZEW, Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung Mannheim), Anja Heinze (ZEW) und Elke Wolf (FH München)
Funded by: Deutsche Forschungsgemeinschaft
Duration: October 2006 until October 2008


Selbstständige Frauen in Berlin - Erste Ergebnisse aus verschiedenen Datenquellen im Vergleich / Self-employed Women in Berlin - First results from different data resources

Project Management: Claudia Gather
Funded by: Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Frauen & Europäischer Sozialfond
Duration: July 2007 until January 2008


Zeitverwendung, Haushaltsproduktion und öffentliche Güter im familieninternen Entscheidungsprozess: Theoretische, ökonometrische und experimentelle Analysen / Time Use, Household Production and Public Goods in Family Decision-Making: Theoretical, Econometric and Experimental Analyses

Project Team: Miriam Beblo (HWR), Denis Beninger (Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung Mannheim), Olivier Donni (Universität von Cergy-Pontoise, Frankreich)
Funded by: DFG & Agence Nationale de la Recherche (ANR)
Duration: April 2009 until March 2011